24. November 2023
111. Tag: Castro, CHL > Bariloche, ARG
Von
NAch
Gefahren
Unterwegs
Auf dem Bike
111. Tag: Castro, CHL > Bariloche, ARG
Der heutige Tag in 300 Zeichen
Abfahrt im Hotel gegen 8:45 Uhr. Tourist-Info öffnet erst um 10:00 Uhr.
Fahrt nach Puerto Montt. Kein Platz auf Fähre frei!
Weiter über Osorno nach Argentinien. Grenzübertritt war toll!
Ankunft in Bariloche (Patagonien) um 19:00 Uhr
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Castro, CHL > Puerto Montt, CHL
175 kmIch bin heute Morgen mit dem Vorhaben in den Tag gestartet, die schnellstmögliche Fährverbindung nach Chaitèn zu Funden und zu buchen. Zu diesem Zwecke wollte ich gleich am Morgen in der Tourist-Information vorsprechen. Das Büro ist nur 250 Meter von meinem Hotel Esmeralda entfernt.
Google sagt mir bereits um 8:30 Uhr, dass das Office offen hat. Also bin ich rasch zu Fuß und stand vor verschlossenen Türen. - Also gut, zurück zum Hotel.
Die restlichen Sachen geschnappt, ausgecheckt und mit dem Motorrad wieder zur Touri-Info. - Immer noch zu. Macht also doch erst um 10:00 Uhr auf.
Da mein Weg ohnehin nach Puerto Montt auf‘s Festland führt, bin ich gleich los und kam gut voran. Auch die Verbindung mit der Fähre von Chacao nach Pargua war perfekt getimed. - Ich kam als letzter noch rauf und war auch schnell wieder runter.
In Puert Montt musste ich mich erst einmal zum richtigen Gebäude durchfragen. gerade noch kurz vor der Mittagspause erwischte ich die Damen am Kartenschalter. Ich alleine hätte sofort einen Platz bekommen, aber JJ musste ja auch mit. Alles Bitten und Betteln half nichts. Erst am Montag!
Im Gebäude gibt es nacheile andere Reederei. Diese bot mir eine Mitfahrgelegenheit am Samstag um 11:00 Uhr an. jetzt muss man aber wissen, dass die Fahrt auch über 5 Stunden dauert. - Am Samstagabend in Chaitèn? - Bis dahin bin ich auch hingefahren!
Schade um die vertrödelte Stunde, aber ich hatte es wenigstens versucht!
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Puerto Montt, CHL > Grenze Chile / Argentinien
225 kmMorgens in Castro bin ich noch bei ca. frischen 11°C gestartet, aber im Lauf der nächsten 2 Stunden kletterte das Thermometer auf 22°C.
Je näher ich aber Puerto Montt gekommen war verhinderte der Hochnebel, dass die die wärmenden Sonnenstrahlen auf die Erde durchdrangen. Die Temperaturen lagen bei ca. 16°C. das änderte sich erst kurz vor der argentinischen Grenze.
Das Benzin ging zur Neige. Ich hatte aber diesmal bei Zeiten um Hilfe gebeten und bekam prompt eine winzige Tankstelle abseits der Fernverkehrsstraße angezeigt. Hier standen die Spritkunden schon in 2er-Reihe an.
Bei zwei anderen Tankstellen direkt an der Hauptstraße meinte Google „Öffnet demnächst“. - Die Dinger waren noch nicht einmal fertig gebaut!
Die Grenzstationen auf beiden Seiten liegen so einige Kilometer vom eigentlichen Platz des Geschehens entfernt. - Keine Ahnung, warum das so ist.
Bei der Ausreise aus Chile war ich doch tatsächlich nach 15 Minuten fertig! - Danach ging die Fahrt erst einmal lange Zeit serpentinenartig bergauf. - Die Straße ist dermaßen schlecht, dass sie mit den katastrophalen Straßen in Peru und Guatemala im Ranking gut mithalten kann! - Ob das Absicht ist? - Ich verstehe es nicht!
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Grenze Chile / Argentinien > Bariloche, ARG
125 kmDer „Paso Cardenal Antonio Samorè“ befindet sich auf dem Grenzpunkt. Beiderseits, aber besonders auf der chilenischen Seite des Berges sind ganze Wälder vertrocknet. Sie sind aber nicht schwarz. - Die dicken Stämme und Äste ragen mahnend ihre nackten Arme in den Himmel und bilden somit ganz sicher eine tolle Kulisse für Horrorfilme an düsteren oder nebligen Tagen!
Irgendwann taucht dann auch eine recht moderne Grenzstation auf der argentinischen Seite auf. Auch hier wir mit „Laufzetteln“ gearbeitet. Die Schalter waren gut besetzt und ich war auch hier schnell durch.
Ich fand die Damen noch einwenig netter als zuvor.
Dieser ganze Mist, wie in Zentralamerika, wo die Touristen noch mit unsinnig hohen Gebühren in US-Dollar abgezockt werden, gibt es hier offensichtlich nicht.
der argentinische Wettergott meinte es sehr gut: Bis 26°C und strahlend blauer Himmel! Ich hatte reichlich Grinsen im Gesicht. - Als ich mich bis auf ca. 800 Meter heruntergekurvt hatte, machte ich auch eine kleine Fotopause am „Lago Nahuel Huapi“. - Ist das schön hier!
Viele Rad-Profis und Amateure strampelten an der wundervoll asphaltierten Ruta 40 entlang. Ein Oldtimer-Club veranstaltete scheinbar ein Etappenrennen mit den offenen Rennwagen aus den 50er und 60er Jahren. Die Polizei sperrte kurzzeitig einige Kreuzungen.
Um 19:00 Uhr erreichte ich dann das Hotel in Bariloche.
Fotos des Tages









